Mai 17, 2022

Mails außerhalb der „Action!“

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Manchmal gibt es Momente, da muss man sich einfach Luft machen… man versucht, Entscheidungsträger zu erreichen, egal wie unwahrscheinlich es ist, dass das gelingt… es geht einfach nicht anders.

So erging es vapore und Elmaba aus dem ExRaucher-Team unabhängig voneinander.

Vapore hat sich gestern einfach einmal den Frust von der Seele geschrieben und versucht, die Bundeskanzlerin mit ihren Worten zu erreichen. Hier die Mail:

Betreff: Eine Bitte für Ihre deutschen Mitbürger

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel

Es ist mir absolut bewusst, dass Sie, Frau Dr. Merkel, diese E-Mail nicht persönlich beantworten werden, aber ich hoffe trotzdem inständig, dass diese Worte an Sie weitergeleitet werden.
Ich bin Schweizerin und wohne in der Schweiz, will aber für Ihre deutschen Mitbürger das Wort ergreifen, weil sämtliche Versuche von ihnen scheiterten, mit den entsprechenden Politikern und Abgeordneten auf eines ihrer Probleme aufmerksam zu machen. Da haben wir es in der Schweiz konfortabler.
Per 20.05.2016 müssen die EU-Staaten ein EU-Gesetz in Kraft setzen, die TPD2. Dort werden u.a. auch die E-Zigaretten reguliert werden. Nun, dieses Gesetz ist sehr restriktiv und grundsätzlich wäre das schon ein Grund, gegen das Gesetz zu wettern und es zu bekämpfen, aber EU-Gesetz ist zu vollziehen bei einer Mitgliedschaft in der EU.
Nun aber haben Ihre Parteimitglieder, Ihre Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete das Gesetz so sehr verschärft, dass dies das Sterben der E-Zigarette, der Kleinbetriebe und allen Zulieferern bedeuten wird.
Es werden Argumente des DKFZ gehört, des Kollaborationszentrums der WHO von einer bestimmten Person, nämlich Frau Dr. Pötschke-Langer.
Wir alle haben unsere Meinungen und sollen diese auch vertreten können, wenn das aber in Fanatismus ausartet, dann wird das gefährlich – zu sehen in der Flüchtlingspolitik. Nicht jeder muss Ihrer Meinung sein, aber wenn Fanatiker zu Mördern oder Totschlägern werden, dann ist die Grenze überschritten.
Mit Verlaub, eine Totregulierung der E-Zigarette geht in diese Richtung – die E-Zigarette ist ein Genussmittel und kann bei der Entwöhnung von der Tabakzigarette eine Hilfe sein. Es gibt an die 3 Mio. Dampfer (Nutzer der E-Zigarette), die meisten sind von der Tabakzigarette weggekommen, nahezu alle von den Dampfern haben vorher geraucht.
Gestern fand eine Anhörung von Experten statt und aus den Aussagen und Fragen Ihrer Mitabgeordneten ist die Richtung klar – blind einer Fanatikerin folgen, ohne wirklich zu hinterfragen.
Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, Sie wie ich wissen, wie gefährlich solch blinder Gehorsam ist.
Sie wie ich wissen, wie wichtig es ist, auch mal gegen eine laute Stimme anzugehen – Sie wissen, vor allem im Moment, wie wichtig es ist, zu seiner persönlichen Einstellung zu stehen – das heißt aber auch, den Mitmenschen zu akzeptieren und dem Mitmenschen zuzuhören.
Wenn der Mitmensch (Experte) aber nur und einzig im Konjuktiv antwortet und argumentiert, dann ist es nun mal Fakt, dass diese Aussagen genauestens zu hinterfragen sind. Das wurde nicht gemacht.
Es heißt auch, mal den Mut zu haben, unkonventionell zu handeln – im Sinne und für die eigenen Bürger.

Daher meine Bitte an Sie für Ihre Mitbürger – legen Sie Ihr Veto ein, was die Umsetzung der TPD2 mittels deutschen Referentenentwurf betrifft. Eine Umsetzung der europäischen TPD2 reicht völlig, obwohl auch diese die Freiheit Ihrer Mitbürger beschneidet. Das BMEL erhält eine Machtposition, die einem grossen Teil der Bürger Ihres Landes eine Freiheit nimmt, eine Freiheit, ein Genussmittel zu konsumieren, ohne sich selber oder Mitmenschen zu schaden.

Wenn das Dampfen (Nutzung der E-Zigarette) zu Tode reguliert wird, wird es 3 Mio. mehr Raucher geben – die alle werden eine schlechtere Gesundheit haben, der größte Teil davon wird am Konsum der Tabakzigarette einen schlimmen Tod haben.

Das, sehr geehrte Frau Dr. Merkel, das kann doch kein Politiker wollen!

Herzlichen Dank, sollten Sie diese Worte trotz meines besseren Wissens zu lesen erhalten.

Freundliche Grüße
V*** P******

DIESE NACHRICHT WURDE IM INTERNET DES DEUTSCHEN BUNDESTAGES ERFASST
Thu Feb 18 15:22:37 CET 2016

Unabhängig davon hatte Elmaba beim Verfolgen der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft das Bedürfnis, ebenfalls jemanden anzuschreiben. Sie hat sich für Frau Klöckner von der CDU Rheinland-Pfalz entschieden.
Hier der Text ihrer Mail:

Guten Morgen Frau Klöckner!

Ich sitze gerade am PC, trinke meinen Kaffee und schaue Parlamentsfernsehen. Thema auf Kanal 1: EU-Richtlinie für Tabakerzeugnisse

Wenn ich so sehe, wie die Damen und Herren Politiker auf die Gesundheit der Bevölkerung achten, so kommt mir langsam der Gedanke, dass ich als Bürger auch auf die Gesundheit der Bürger achten sollte. Soll heißen: gehe ich wählen, ja oder nein? Was die Damen und Herren Politiker da nämlich so von sich geben, schlägt auf meine Gesundheit!

Ich war Raucher und bin Dampfer! Und wenn behauptet wird, dass „Aktiv-Raucher“ durch die „Dampfe“ nicht zu „Ex-Rauchern“ werden, so stimmt das nicht! Wir sind eine kleine Gruppe von Dampfern, die ein Projekt aufgebaut haben. Mittlerweile sind es 118 Storys, die zeigen, dass es so funktionieren kann! Sollte Ihrerseits Interesse bestehen: http://www.exraucher.org -> http://exraucher.lima-city.de/ Meine Geschichte finden Sie unter der Nummer 11 oder direkt über diesen Link hier: http://exraucher.lima-city.de/storys/ta … r-ever-11/

Natürlich bin ich für den Jugendschutz, keine Frage! Aber bitte warum werde ich als erwachsener Mensch wie ein Jugendlicher behandelt? Für mich selber habe ich vorgesorgt, aber ich bin wirklich traurig darüber, dass es für „Noch-Raucher“ in Zukunft nicht die Chancen geben wird, die ich bekommen habe! Danke fürs Lesen und vielleicht bekomme ich ja eine Reaktion von Ihnen…

Mit freundlichen Grüßen Barbara G.

PS: gerade hat Prof. Mayer aus Graz genau das gesagt, was ich oben meinte…Jugendschutz ja, aber bitte nicht für Erwachsene!

Kontakt-Formular: Versandt am 2016-02-17 08:02:24

Ihr seht… auch ohne speziellen Aufruf, auch ohne spezielle Aktion kann man durchaus einmal die Verantwortlichen anschreiben. Es muss auch nicht immer auf das ExRaucher-Projekt verwiesen werden (wobei das in vielen Fällen zur Untermauerung der eigenen Argumente hilfreich sein kann).

Habt Ihr sowas auch gemacht? Gerne dürft Ihr auch hier im Gästebuch darüber berichten.

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